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TinyPNG vs Squoosh vs CompressIMG: Ehrlicher Vergleich

By Artur9 Min. Lesezeit

Du willst ein paar Bilder komprimieren. Du tippst „Bilder komprimieren online" bei Google ein und bekommst dutzende Treffer. TinyPNG, Squoosh, CompressIMG und ein Haufen anderer Tools.

Alle versprechen kleinere Dateien. Aber sie arbeiten sehr unterschiedlich. Manche schränken die kostenlose Nutzung ein. Manche verarbeiten nur ein Bild auf einmal. Manche unterstützen nur wenige Formate.

Das hier ist ein ehrlicher Vergleich von drei beliebten Tools. Was sie gut können, wo sie schwach sind und welches am besten zu deinen Anforderungen passt. Falls du neu beim Thema Bildkomprimierung bist, lies zuerst unseren kompletten Guide.

Was unterscheidet die drei Bild-Komprimierungstools?

Diese drei Tools haben das gleiche Ziel, gehen aber verschiedene Wege.

TinyPNG ist das älteste und bekannteste Tool. Es startete 2014 als reiner PNG-Komprimierer. Heute verarbeitet es auch JPEG, WebP und AVIF. Du lädst Bilder hoch, es komprimiert sie mit einem eigenen Algorithmus, und du lädst das Ergebnis herunter. Fertig.

TinyPNG trifft jede Entscheidung für dich. Es gibt keinen Qualitätsregler. Keine Format-Optionen. Du ziehst Dateien rein und bekommst kleinere Dateien zurück. Das war's.

Squoosh ist Googles Open-Source-Komprimierer. Er läuft komplett in deinem Browser. Deine Bilder verlassen nie dein Gerät. Du bekommst tiefe Kontrolle über Codec-Einstellungen, eine Echtzeit-Vorschau zum Vergleichen und Unterstützung für neuere Formate wie AVIF und JPEG XL.

Der Nachteil? Squoosh verarbeitet nur ein Bild auf einmal. Keine Stapelverarbeitung.

CompressIMG liegt in der Mitte. Es verarbeitet bis zu 20 Bilder auf einmal, bietet einen Qualitätsregler und unterstützt die breiteste Palette an Dateiformaten. Dazu gibt es eine API für automatisierte Workflows.

Hier ein schneller Überblick:

Funktion TinyPNG Squoosh CompressIMG
Batch upload Up to 20 1 image only Up to 20
Quality control No slider Full codec settings Quality slider (1-100)
Input formats JPG, PNG, WebP, AVIF JPG, PNG, WebP, AVIF, GIF JPG, PNG, WebP, AVIF, TIFF, GIF, HEIC
Side-by-side preview No Yes Yes
Processing Server-side In-browser Server-side
API Yes (paid) No Yes
Account needed No (web) No No
Open source No Yes No

Welches Tool gibt dir die meiste Kontrolle über die Qualität?

Hier unterscheiden sich die drei Tools am stärksten.

TinyPNG gibt dir null Kontrolle. Du lädst ein Bild hoch. Es wird komprimiert. Du bekommst, was du bekommst. Kein Qualitätsregler, keine Format-Auswahl, keine erweiterten Einstellungen.

Für viele Leute reicht das. TinyPNGs Algorithmus macht gute Arbeit. Er reduziert die Dateigröße typisch um 40-70% bei kaum sichtbarem Qualitätsverlust. Wenn du einfach nur „mach das kleiner" willst, ohne darüber nachzudenken, funktioniert TinyPNG.

Aber wenn eine Datei zu stark komprimiert und pixelig zurückkommt? Du kannst nichts dagegen tun. Wenn sie nicht klein genug ist? Du kannst nicht stärker komprimieren.

Squoosh ist das andere Extrem. Es gibt dir volle Kontrolle über alles. Wähle deinen Codec (MozJPEG, OxiPNG, WebP, AVIF). Stelle die Qualität mit einem präzisen Regler ein. Passe erweiterte Einstellungen wie Farbpalette und Aufwandsstufe an.

Squoosh zeigt auch eine Echtzeit-Vorschau. Du kannst einen Schieberegler über das Bild ziehen und Original und komprimierte Version Pixel für Pixel vergleichen. Das ist perfekt, um den idealen Kompromiss zwischen Größe und Qualität zu finden.

Der Haken? Du musst wissen, was du tust. Zwischen MozJPEG bei Qualität 75 und WebP bei Qualität 80 zu wählen, erfordert etwas Wissen. Für Einsteiger können die Optionen schnell zu viel werden.

CompressIMG nimmt den Mittelweg. Du bekommst einen Qualitätsregler von 1 bis 100. Der Standard ist 60, was für die meisten Bilder gut passt. Schieb ihn hoch für bessere Qualität, runter für kleinere Dateien. Das Tool erkennt dein Dateiformat automatisch. Du musst keinen Codec manuell auswählen.

Wie bei Squoosh zeigt CompressIMG einen Vorher-Nachher-Vergleich mit Schieberegler. Du kannst ihn über das Bild ziehen und das Original neben dem komprimierten Ergebnis sehen. So erkennst du Qualitätsunterschiede sofort, bevor du auf Herunterladen klickst.

Das trifft den Sweet Spot für die meisten Nutzer. Genug Kontrolle, um Ergebnisse anzupassen. Eine Vorschau, um die Qualität zu prüfen. Nicht so viele Optionen, dass du eine Anleitung brauchst.

Kannst du mehrere Bilder auf einmal komprimieren?

Das ist der größte Unterschied zwischen diesen Tools. Wenn du mit mehr als ein paar Bildern arbeitest, ändert Stapelverarbeitung alles.

TinyPNG lässt dich bis zu 20 Bilder auf einmal hochladen. Zieh sie rein, warte kurz und lade alles als ZIP herunter. Für Webdesigner und Content-Ersteller, die mit vielen Dateien arbeiten, spart das enorm Zeit.

Der Haken sind die Limits der kostenlosen Version. Jede Datei darf maximal 5 MB groß sein. Und das kostenlose Web-Tool erlaubt etwa 100 Komprimierungen pro Monat. Ist das Limit erreicht, musst du zahlen.

Squoosh verarbeitet genau ein Bild auf einmal. Es gibt keinen Batch-Modus. Wenn du 20 Fotos komprimieren willst, musst du jedes einzeln bearbeiten. Hochladen, Einstellungen anpassen, herunterladen, wiederholen.

Squoosh hatte mal ein Kommandozeilen-Tool (squoosh-cli) mit Stapelverarbeitung. Aber das Projekt scheint kaum noch weiterentwickelt zu werden. Für die meisten Nutzer bleibt es bei einem Bild pro Durchgang.

Das ist Squooshs größte Schwäche. Für alle, die mehr als eine Handvoll Bilder verarbeiten, ist das Tool schlicht unpraktisch.

CompressIMG unterstützt ebenfalls bis zu 20 Bilder pro Stapel. Lade alle hoch, stelle die Qualität einmal ein und komprimiere alles zusammen. Kein monatliches Limit beim Web-Tool. Kein Konto nötig.

Bei der Stapelverarbeitung sind TinyPNG und CompressIMG etwa gleichauf. Squoosh fällt hier klar zurück.

Welche Dateiformate unterstützen die einzelnen Tools wirklich?

Format-Unterstützung ist wichtiger als du vielleicht denkst. Nicht jeder arbeitet nur mit JPEGs und PNGs. Fotografen schießen in HEIC. Designer arbeiten mit TIFF. GIFs sind überall.

Format TinyPNG Squoosh CompressIMG
JPEG/JPG
PNG
WebP
AVIF
TIFF
GIF ✅ (input only)
HEIC/HEIF ✅ (converts to JPEG)
JPEG XL ✅ (beta)

TinyPNG deckt die vier gängigsten Web-Formate ab: JPEG, PNG, WebP und AVIF. Für die meiste Website-Arbeit reicht das. Aber wenn du TIFF-Dateien vom Scanner oder HEIC-Fotos vom iPhone hast, musst du sie erst mit einem anderen Tool konvertieren.

Squoosh unterstützt einen ähnlichen Satz an Eingabeformaten plus GIF. Auf der Ausgabeseite bietet es auch experimentelle Codecs wie JPEG XL und WebP v2. Die werden von Browsern noch nicht breit unterstützt, sind aber nützlich zum Testen künftiger Formate.

CompressIMG hat die breiteste Format-Unterstützung. Es verarbeitet alles, was die anderen beiden können, plus TIFF, GIF und HEIC. HEIC-Dateien vom iPhone werden beim Komprimieren automatisch in JPEG konvertiert. Keine Extra-Schritte nötig.

Ein Hinweis zu GIF-Komprimierung: Alle diese Tools reduzieren animierte GIFs auf ein einzelnes Bild. Wenn du eine echte Animation komprimieren willst, brauchst du ein spezielles GIF-Tool.

TIFF-Unterstützung ist ein Nischen-Feature. Aber wenn du mit gescannten Dokumenten oder druckfertigen Dateien arbeitest, ist sie wichtig. Weder TinyPNG noch Squoosh können TIFF-Dateien verarbeiten.

Welches Tool ist am besten für Entwickler mit API-Bedarf?

Wenn du eine Website, App oder einen automatisierten Workflow baust, willst du Bilder nicht manuell komprimieren. Du brauchst eine API.

TinyPNG hat eine gut dokumentierte API. Du bekommst 500 kostenlose Komprimierungen pro Monat. Danach kostet jede Komprimierung $0.009 (etwa ein Cent). Die API unterstützt JPEG, PNG, WebP und AVIF. Es gibt auch offizielle Plugins für WordPress, Magento und andere Plattformen.

TinyPNGs API ist die ausgereifteste Option. Sie gibt es seit Jahren und Tausende Entwickler nutzen sie. Aber die Einzelpreis-Abrechnung kann sich summieren. Eine Website mit 10.000 Bildern pro Monat zahlt nach dem Frei-Kontingent etwa $85/Monat.

Squoosh hat gar keine API. Es ist ein Browser-Tool und ein CLI. Es gibt keine Möglichkeit, es in einen serverseitigen Workflow einzubinden. Für Entwickler ist das eine Sackgasse.

CompressIMG bietet eine API, die alle unterstützten Formate verarbeitet, inklusive HEIC und TIFF. API-Zugang erfordert ein Abo. Die Nutzung wird über monatliche Kontingente statt pro Komprimierung abgerechnet.

CompressIMG hat auch einen offiziellen n8n Community Node. Damit kannst du Bildkomprimierung in jeden n8n-Workflow einbauen. Verbinde es mit Datei-Uploads, CMS-Triggern oder E-Commerce-Pipelines, ganz ohne Code. WordPress- und Shopify-Integrationen sind in Planung.

Für Entwickler ist die Wahl hauptsächlich zwischen TinyPNG und CompressIMG. TinyPNG hat heute die ausgereiftere Dokumentation und eine größere Plugin-Bibliothek. CompressIMG bietet breitere Format-Unterstützung, n8n-Integration und ein anderes Preismodell. Squoosh ist hier nicht im Rennen.

Integration TinyPNG Squoosh CompressIMG
REST API
WordPress plugin Planned
Shopify plugin Planned
n8n node
CLI tool

Wie unterscheiden sich die kostenlosen Angebote und Preise?

Der Preis zählt. Besonders wenn du einfach nur ein paar Bilder kleiner machen willst.

TinyPNG (kostenlose Version):

  • Up to 20 images per upload
  • 5 MB max per file
  • About 100 compressions per month
  • No quality control

TinyPNG (Bezahl-Pläne):

  • Pro: $39/year (unlimited compressions, 75 MB per file)
  • Ultra: $149/year (unlimited compressions, 150 MB per file)
  • API: 500 free/month, then ~$0.009 per compression

TinyPNG hat den Pro-Preis von $25 auf $39/Jahr angehoben, ohne neue Features hinzuzufügen. Einige Langzeit-Nutzer waren davon nicht begeistert.

Squoosh:

  • Completely free, no limits
  • No paid tier exists
  • No API to pay for
  • Open source

Squoosh gewinnt beim Preis. Es ist für immer kostenlos, ohne Limits. Wenn du nur ein Bild auf einmal komprimieren willst und volle Kontrolle brauchst, kostet es nichts.

CompressIMG (kostenloses Web-Tool):

  • Batch compression up to 20 images
  • Quality slider
  • All formats supported
  • No account needed
  • No monthly limit on the web tool

CompressIMG (API/Premium):

  • Subscription plans for API access
  • Monthly usage quotas included
  • Extended format support via API

Für gelegentliche Nutzung sind alle drei Tools kostenlos. Die Unterschiede zeigen sich bei größeren Mengen. Wenn du hunderte Bilder verarbeitest, summieren sich TinyPNGs Einzelkosten. Wenn du Stapelverarbeitung brauchst und nicht zahlen willst, hat CompressIMGs kostenloses Web-Tool kein monatliches Limit.

Was ist mit Datenschutz und Sicherheit?

Wohin deine Bilder gehen, ist wichtig. Besonders wenn du mit sensiblen Fotos oder Kundendaten arbeitest.

Squoosh ist hier der klare Gewinner. Die gesamte Verarbeitung passiert in deinem Browser per WebAssembly. Deine Bilder verlassen nie dein Gerät. Nichts wird auf einen Server hochgeladen. Für vertrauliche Bilder ist das ideal.

TinyPNG lädt deine Bilder auf seine Server zur Verarbeitung hoch. Die Bilder werden kurz gespeichert und nach einer kurzen Zeit gelöscht. Für die meiste Nutzung ist das in Ordnung. Aber wenn du mit medizinischen Bildern, juristischen Dokumenten oder sensiblen Kundendaten arbeitest, kann serverseitige Verarbeitung ein Problem sein.

CompressIMG verarbeitet Bilder ebenfalls serverseitig. Komprimierte Dateien werden mit signierten URLs gespeichert, die nach kurzer Zeit ablaufen. Wie bei TinyPNG ist das gängige Praxis, bedeutet aber, dass deine Bilder über externe Server laufen.

Wenn Datenschutz deine oberste Priorität ist, ist Squoosh die sicherste Wahl. Wenn du Stapelverarbeitung oder eine API brauchst, musst du serverseitiger Verarbeitung vertrauen.

Welches Bildkomprimierungstool solltest du wählen?

Es gibt nicht das eine „beste" Tool. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie du arbeitest.

Nimm TinyPNG, wenn:

  • Du null Entscheidungen treffen willst. Hochladen und komprimieren.
  • Du WordPress-Integration brauchst.
  • Du nur mit JPG, PNG, WebP oder AVIF arbeitest.
  • Du bereit bist, $39/Jahr für unbegrenzte Komprimierungen zu zahlen.

Nimm Squoosh, wenn:

  • Du immer nur ein Bild auf einmal komprimierst.
  • Du pixelgenaue Kontrolle über die Qualität willst.
  • Datenschutz wichtig ist und deine Bilder dein Gerät nicht verlassen sollen.
  • Du gern mit neueren Codecs wie JPEG XL experimentierst.

Nimm CompressIMG, wenn:

  • Du mehrere Bilder im Stapel komprimierst.
  • Du Stapelverarbeitung und einen Qualitätsregler willst.
  • Du mit HEIC-Fotos vom iPhone oder TIFF-Dateien vom Scanner arbeitest.
  • Du eine Entwickler-API mit breiter Format-Unterstützung brauchst.
  • Du ein kostenloses Tool ohne monatliche Komprimierungs-Limits willst.

Die ehrliche Antwort? Speicher dir alle drei als Lesezeichen. Nutze Squoosh, wenn du präzise Kontrolle bei einem einzelnen Bild brauchst. Nutze TinyPNG, wenn du schnelle Komprimierung ohne Nachdenken willst. Nutze CompressIMG, wenn du Stapelverarbeitung, Format-Flexibilität oder API-Zugang brauchst.

Jedes Tool ist gut in dem, was es tut. Der smarte Zug ist zu wissen, welches du wann brauchst.

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